Ritucarya – im Rhythmus der Jahreszeiten

ritucarya

Sommerzeit  ist Pittazeit

Der Sommer und der frühe Herbst sind die Zeit des Pitta Doshas.Die Wärme kann zu Müdigkeit und Energieverlust führen.

Um das Verdaungsfeuer (Agni),das in der Hitze schwächer werden kann, wieder anzuheizen, sollte man bittere,süße und herbe Lebensmittel bevorzugen.Insgesammt  kann man mehr Gewürze verwenden um den Stoffwechsel anzuregen.

Für alle Doshas gilt:Trotz Hitze sollte man zu kalte Speisen und Getränke meiden, da sie das Verdauungsfeuer löschen-auch Eiscreme gilt als belastende, schwer Verdauliche Speise.

Der Ayurveda empfiehlt in der heißen Jahreszeit Kokosöl zur Extrapflege.

Wird die Hitze zu groß helfen auch Meditations und Atemübungen, um innerlich zur Ruhe zu kommen.

In Indien trinken viele Menschen im Sommer Kreuzkümmelwaser (Jeerawater) um den Stoffwechsel anzuregen und die Körpertemperatur zu kühlen.

1 El Kreuzkümmel mit ¾ l Wasser aufkochen und ca.5 Minuten köcheln. Abkühlen lassen und über den Tag verteilt trinken.

 

           Sommerfrische***

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß

Das durch den sonnigen Himmel scheint.

Und schmück den Hut,der dich begleitet,mit grünem Reis.

Verstecke dich faul in die Fülle der Gräser-weils wohltut.

Und bist du ein Mundharmonikaspieler,und hast du eine bei dir,dann spiel,weil  dus kannst.

Und lass deine Melodien lenken

Vom freigegebnen Wolkenzupf

Vergiss dich-es soll dein denken –nicht weiter reichen als ein

Grashüpferhupf

(Joachim Ringelnatz)

 

 

Ayurveda Empfehlungen für den Frühling

 

Der Übergang in den Frühling ist eine wichtige Phase für die Gesundheit.

In der „Charaka Samhita“; dem klassischen ayurvedischem Lehrbuch, wird der Einfluss der Natur so beschrieben: Im Frühjahr wird durch die Wärme der Sonne das im Winter angehäufte Kapha Dosha verflüssigt. Dadurch können Verdauungsfeuer und der Stoffwechsel beeinträchtigt werden. Das Kapha Dosha hat die Eigenschaften „kalt, flüssig, zäh, süß“. Deshalb leiden viele Menschen an Verkühlung, laufender Nase auch die Frühjahrsmüdigkeit ist ein zuviel an Kapha.

 

Der Ayurveda empfiehlt ganzheitliche Kapha reduzierende Maßnahmen.

Eine leichte Ernährung und die Stärkung der Verdauungskraft stehen an erster Stelle.

Das Frühstück sollte leicht sein da morgens das Verdauungsfeuer noch schwach ist. Warme Getreidebreis, gedünstetes Obst oder ayurvedische Mülis eignen sich besonders.

Die Hauptmahlzeit sollte zu Mittag sein, da unsere Verdauungsktraft zu dieser Zeit am stärksten ist.

Zum Abendessen eignen sich Gemüsesuppen, leichte Eintöpfe oder auch Dal Gerichte (nicht zu dickflüssig zubereitet)

Kalte Getränke, Frittiertes, reine Rohkost, gelber (gereifter) Käse werde weniger empfohlen.

Tagesschlaf sollte vermieden werden

 

Gemüse im Tomatensud

 

2 El Ghee

½ TL Kreuzkümmel gemahlen

½ Tl Koriander gemahlen

½ Tl Kurkuma

Salz

Schwarzer Pfeffer

1 Tl frisch geriebener Ingwer

2 Karotten,in Stifte geschnitten

750 g Zucchini in Würfel geschnitten

Stangensellerie  in Scheiben geschnitten

1 Tasse passierte Tomaten

Frische Küchenkräuter

Ghee in einem Topf erhitzen, zuerst den Kreuzkümmel, dann die übrigen Gewürze darin kurz anrösten. Die Gemüse dazugeben und ein paar Minuten schmoren lassen. Dann Tomatenpüree,1 Tasse heißes Wasser und Salz einrühren und weitere 10-15 min garen lassen. Mit frischen Kräutern servieren.

Basmatireis mit Kurkuma ergänzt dieses Gericht


 

AYURVEDA TIPPS FÜR DIE KALTE JAHRESZEIT

 

Fallen langsam die Temperaturen und Herbstwinde ziehen auf,dann breiten sich auch Vata Qualitäten aus und wirken auf Körper und Geist.

Vata Eigenschaften sind kalt,rau,leicht,beweglich und trocken und das trifft auch auf das Herbstwetter zu. Ein erhöhtes Vata kann zu Unruhe, Nervosität, trockenerHaut, Blähungen, Verstopfung aber auch Schlafstörungen führen.

Im späten Winter ist der Abbau von Körpergewebe gestoppt. Ab der letzten Dezemberwoche baut der Körper Kapha auf, um sich vor Kälte und Auszerrung zu schützen.

Ernährung:

Beeren und Früchte des Spätsommers und Herbstes sind säuerlich und reduzieren Vata. Auch die typischen Herbstfrüchte wie Äpfel, Birnen, Trauben oder auch der Kürbis verringern Vata und stärken das Immunsystem. Ebenso empfehlenswert sind eingeweichte Trockenfrüchte und Nüsse. Passende Gewürze sind u.a. Zimt, Kardamom, Ingwer, Kurkuma, schwarzer Pfeffer. Zudem ist gekochtes rohem vorzuziehn. Milchprodukte wirken blockierend auf das Gewebe und sollten im Herbst zumindest reduziert werden. Regelmäßig warmes Wasser zu trinken ist ebenso sehr empfehlenswert.

Im späten Winter helfen Gewürze wie Hing, Kreuzkümmel, Ingwer, Lorbeer, schwarzer Pfeffer, Zimt;

Köperpflege:

Ayurvedische Massagen mit hochwertigen Kräuterölen helfen gegen typische Vata Beschwerden wie Gelenkschmerzen, trockene Haut oder Schlafstörungen. Gegen trockene Nasenschleimhäute helfen ein paar Tropfen Sesamöl oder auch Ghee in die Nasengänge massiert.

 

Chai - wunderbar wärmender, indischer Gewürztee

 

Als Chai, wird eine Teemischung aus verschiedenen Gewürzen wie Anis, Fenchel, Ingwer, Zimt, Kardamom und Schwarztee bezeichnet.
Diese Mischung wird mit Milch verfeinert und langsam geköchelt - damit sich die Kraft der Gewürze entfalten kann. Diese Gewürzmischung  wirkt  wunderbar wärmend und beruhigend.

Rezept :

  • 1 Liter Wasser 1/4 Liter Milch
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Zimt
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Ingwer
  • 1 /2 Teelöffel Fenchel ganz
  • 1/2 Teelöffel Anis ganz
  • 4-5 Nelken ganz
  • 3-4 Kardamomkapseln grün ganz

Alles im Mörser grob brechen. Zutaten in der Milch-Wassermichung mit braunem Zucker (nach Bedarf) aufkochen.

Nach dem Aufkochen von der Platte nehmen und 1-2 Minuten ziehen lassen.

2-3 Teelöffel einfachen schwarzen Tee zugeben und nochmals 2-3 Minuten aufkochen und danach kurz ziehen lassen

 

Rezept Chai tee

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